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Kommt Zeit, kommt Rat

Kommt Zeit, kommt Rat. Wohl wahr. Der einzige Haken dabei: Man weiß eigentlich nie, ob dann auch der „richtige“ Rat kommt.

 

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Einer ist Staatsbeamter (Kurz EIS)

Nach reiflichen und jahrzehntelangen Überlegungen zum Thema Weltverbessern und aufgrund meines aktuellen Disputs mit der schweizerischen Justiz (siehe ausführlich unten) habe ich mich zur Gründung folgender Bewegung entschlossen „EINER IST STAATSBEAMTER“ (kurz EIS), die das Leben auf unserem Planeten für alle Bürger grundlegend und lebenslang verbessern dürfte. Die Bewegung hat sich nämlich ein einziges Ziel gesetzt: Ein jeder Bürger wird bei Geburt automatisch Staatsbeamter mit entsprechenden Arbeitszeiten, Rechten, Pflichten und natürlich entsprechenden Einkünften und Pensionsansprüchen. Dabei werden die Staatsbeamten in 10 verschiedene Arbeits- und Gehaltsklassen unterteilt. Die Gehälter in den Klassen unterscheiden sich jeweils um 10 %, sodass die Staatsbeamten der Klasse I – also der höchsten Klasse – gerademal doppelt soviel verdienen wie die Beamten der niedrigsten Klasse X.
Ohne große wirtschaftliche Vorstudien bin ich davon überzeugt, dass bei der Verstaatlichung aller Privatvermögen auf der Welt diese Reform problemlos in die Praxis umzusetzen wäre. Also worauf wartet ihr noch: Werdet aktive Mitglieder der Bewegung EIS und schreibt euch heute noch hier unten ein. Unser Kampfruf: Staatsbeamte aller Welt vereinigt euch!

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Der Gerechtigkeit wird Schuldigkeit getan

Dank einer Geschwindigkeitsübertretung von 2 km bin ich von der Schweizer Justiz – von einer Staatsanwältin, die sich als Nachnamen mit dem militärischen Namen „Eigenheer“ schmückt – zu einer Geldbusse von CHF 248,00 verurteilt worden. Schon aus prinzipiellen Gründen muss ich gegen diese Strafe Einspruch erheben, denn wenn mich 2 km Geschwindigkeitsüberschreitung grundsätzlich CHF 248,00 kosten sollen, kann ich in kürzester Zeit meinen Bankrott anmelden.

Doch die Schweizer Justiz weiß Abhilfe. So zitiere ich aus dem Informationsblatt zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt:

Unbedingte Geldstrafe, Busse und Verfahrenskosten (was Autobusse hier zu suchen haben, ist mir ein Rätsel – A.d.V.)

2. Wird die unbedingte Geldstrafe oder die Busse (!) nicht bezahlt und ist sie auf dem Betreibungsweg uneinbringlich, tritt an ihre Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe. Die Ersatzfreiheitsstrafe entfällt, soweit die unbedingte Geldstrafe oder die Busse nachträglich bezahlt wird. 

Gemeinnützige Arbeit

4. Beschuldigte Personen, die mit dem Strafbefehl grundsätzlich einverstanden sind, an Stelle der ausgesprochenen unbedingten Freiheitsstrafe, der unbedingten Geldstrafe oder der Busse jedoch gemeinnützige Arbeit verrichten möchten, haben gegen den Strafbefehl fristgerecht Einsprache zu erheben und einen entsprechenden Antrag an die Staatsanwaltschaft zu stellen. Ein Tag (Ersatz-) Freiheitsstrafe oder ein Tagessatz Geldstrafe entspricht vier Stunden gemeinnütziger Arbeit. Verfahrenskosten können nicht in gemeinnützige Arbeit umgewandelt werden.

Soweit aus dem Informationsblatt. Nach einiger Überlegung habe ich darafhin folgendes Antwortschreiben verfasst.

Staatsanwaltschaft Basel-Stadt
Strafbefehlsdezernat
Binningerstraße 21
CH-4001 Basel

Sehr geehrte Staatsanwältin Eigenheer,
in Bezug auf Ihre Verurteilung darf ich wie folgt Stellung nehmen.

1) Leider ist es mir aus prinzipiellen und finanziellen Gründen vollkommen unmöglich, Ihrer Aufforderung zu einer Strafzahlung von CFR 248 wegen 2 km Geschwindigkeitsüberschreitung Folge zu leisten.

2) Wenn ich Ihr Informationsblatt richtig verstehe, kann ich die Strafzahlung durch eine Gefängnishaft ersetzen.

3) Gern erkläre ich mich daher bereit, eine Gefängnisstrafe anzutreten. Herzkrank und stark infarktgefährdet kann ich dabei auf eine positive Endlösung hoffen.

Gern erwarte ich Ihre weiteren Instruktionen in dieser Sache. Gleichzeitig würde es mir eine große Freude bereiten, wenn Sie der von mir ins Leben gerufenen Bewegung „Einer ist Staatsbürger“ (kurz EIS) beitreten würden. Ausführlichere Informationen zu dieser Bewegung entnehmen Sie bitte der Webseite: www.lobimini.com
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich auf Ihre Rückantwort

Mit freundlichen Grüssen

Jens Reuschel

P.S. Ich darf Sie bitten auf Ihrem Informationsblatt das Wort Busse in Buße auszubessern. Herzlichen Dank.

Nachtrag: Fortsetzung folgt.

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Zisterzensier Kreuzgang in der Abtei von Follina

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Handymanie im öffentlichen Zagreber Nahverkehr

Steigt man in die gemütlichen Zagreber Straßenbahnen, bietet sich einem ein ungewohntes Bild: Fast alle Fahrgäste halten ihr Handy in der Hand. Doch kaum einer telefoniert. Sie schauen zumeist auch kaum auf das Handy, sondern betrachten eher mit Interesse – oder sollte ich besser sagen mit ängstlichem Interesse – die anderen Fahrgäste. Lange Zeit konnte ich mir einfach keinen Reim darauf bilden. Und fragte mich häufig: Was treibt den Zagreber dazu, in den Bussen oder Straßenbahnen das Handy in der Hand zu halten. Ist es hier vielleicht ein so großes Statussymbol, dass sich einfach alle damit wichtig tun müssen? Oder ist der Empfang dort besonders gut? Ja warten vielleicht alle gerade in der Straßenbahn auf den Anruf ihres Lebens?

Nun, irgendwann wurde ich dann aufgeklärt. Der Grund ist natürlich viel prosaischer, wie fast alles im Leben. Vor cirka 15 Monaten hat der Zagreber Verkehrsverband sich elektronisch revolutioniert und die Variante eingeführt, dass man die Fahrkarte per Sms kaufen kann. Finde ich irgendwie Klasse diese Revolution. Doch jetzt frage ich mich nur, wie der Verband da auf seine Kosten kommt, denn zumindest die kroatischen Handybesitzer – und das sind auch dort über 90 % der Bevölkerung – dürften seitdem keine Fahrkarten mehr kaufen,  sondern stattdessen lieber ihr Handy in der Hand halten. Für den Fall der Fälle.

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Dringliche Anfrage

Wer hat ein Alibi für mich?
Ich brauche eins für morgen,
da soll ich es um 12 Uhr 10
der Königin besorgen.

Die Königin ist klein und rund,
der König groß und eckig.
Dem, den sein Misstraun auch nur streift,
geht es entsetzlich dreckig.
Um 12 Uhr 10 bin ich bestellt.
Ich trau mich gar nicht, hinzugehn.
Es sei, ich hätt‘ ein Alibi.
Wer sah mich morgen, 12 Uhr 10?

Aus „Wörtersee“ von Robert Gernhardt.