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Ein revolutionärer Vorschlag zum Austragungsort der Olympischen Spiele

Die neue Stadtregierung von Rom, geführt von der zur 5-Sterne-Bewegung gehörenden Vorginia Raggi, hat gestern Ihr endgültiges Nein zu Rom als Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2024 gesagt. Heute hörte ich in einer bekannten italienische Radiosendung folgenden revolutionären Vorschlag für einen neuen Austragungsort: der Vatikan.

Auch die Begründung erscheint logisch: Der Staat hat Null-Schulden und der Austragungsort für alle Langstreckenrennen stünde auch schon fest: Die ca. 300 qm große Dachgeschosswohnung des  römischen Kardinals Tarcisio Bertone mit einem Superausblick auf den Petersplatz!

Übrigens: Der neapolitanische Bürgermeister hat als Austragungsort nun auch Neapel ins Spiel gebracht. Dafür haben findige Köpfe schon neue olympische Sportarten für Neapel vorgeschlagen:

– Ein Rennen zur Einkassierung von Bestechungsgeldern

– Wettkampf im Fälschen

– Pizzawerfen.

Kurzum: Hier sind der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

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Bin ich moralisch oder bin ich unmoralisch?

Kurz zu dem Hintergrund. Ich habe für den Neffen eines Geschäftspartners vor einiger Zeit eine Modeschau organisiert. Der Geschäftspartner schuldet mir noch aus vorhergehenden Verpflichtungen einen Betrag von Euro 794. Für diese Modeschau wurde u.a. ein Fotograf, geradezu ein Künstler, der wunderschöne Fotos macht, engagiert, mit dem Auftrag, eine DVD über die Schau zu erstellen. Dies ist auch geschehen, und der Neffe, freilich auch der Juniorchef der in den Konkurs gegangen Firma, hat die Kosten dafür bezahlt. Trotzdem weigere ich mich bislang diese DVD herauszurücken. Dazu nun unser Schriftwechsel.

Der Sohn: Was den Endbetrag von EUR 794 betrifft kann ich Dir nur mitteilen das sich die Firma meines Onkels  im Konkurs befindet. Die Forderung müsste dann über den Masseverwalter angemeldet werden, ich habe aber keinerlei Erfahrung damit (Gott sei Dank). Wie auch immer wird es die Firma X. in dieser Art und Weise nicht mehr geben in Zukunft. Ich muss mir einen neuen Job suchen den ich hoffentlich alsbald finde.

Ich: Du bist jung, und Du wirst sicherlich Deinen Weg machen. Meiner Meinung machst Du Dir es freilich etwas zu einfach in dieser Sache. Du warst der Juniorchef und hast damit auch einen Teil der Verantwortung zu tragen. Dabei muss ich das Interesse meiner Firma vor Augen haben, und ich habe immer klar gemacht, dass wir Deine Hochzeit vor dem Hintergrund der Zusammenarbeit mit der Firma X. organisiert haben und hier einen engen Zusammenhang sehen. Da uns die Firma X. noch Euro 794 schuldet, werden wir von dieser Forderung nicht Abstand nehmen. Wir wollen diese auch nicht irgendeinem Masseverwalter in die Hände geben, weil wir dann aller Voraussicht nach leer ausgehen werden. Das einzige Druckmittel, das wir jetzt noch in der Hand haben – ich darf daran erinnern, dass uns vor der Hochzeit tausendmal versichert wurde, dass unsere Forderung beglichen wird – ist die DVD mit den Fotos zur Modeschau. Wir werden diese erst in dem Augenblick herausrücken, wenn unsere obige Forderung beglichen ist. 

In der Hoffnung, dass Du auch unsere Position verstehen kannst, wünsche ich Dir alles Gute für einen Neuanfang, sodass wir weiter zusammenarbeiten können, und sende freundliche Grüße

Und nun käme der Leser. Wenn er denn da wäre!

 

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Beitrag zu einem einvernehmlichen Projekt

Neuigkeiten von der drittgrößten italienischen Gewerkschaft, der UIL  (Unione italiana del Lavoro = italienische Union der Arbeit). Die Präsidenten dieser Gewerkschaft sowie eine Reihe von Führungskräften haben sich für Luxuskreuzfahrten Zuschüsse aus der Gewerkschaft von jeweils Euro 16.000 zahlen lassen. Obendrauf wurden Euro 7.000 für Schmuckeinkauf bei Swarowski aus der Kasse finanziert. Bei dem Schmuck warten wir noch auf eine schlüssige Begründung, aber für die Kreuzfahrten haben wir diese. Finanzierungsgrund: Beitrag für ein einvernehmliches Projekt (contributo per un progetto condiviso). Das einvernehmliche Projekt sah wichtige gewerkschaftliche Aktivitäten für die Weiterbildung vor. So etwas kann wohl nur den italienischen Gewerkschaftsspitzen einfallen, die von eventuellen Rücktritten natürlich nichts wissen wollen.

 

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Kleine Züge im Genialen

So sollte eigentlich mein neuer Text heißen. Und sicherlich sollte darin nicht von der Eisenbahn die Rede sein. Sondern von mir. Dummerweise habe ich aber vergessen, worum es dabei ging. Fazit: Mit meiner Genialität wird es nicht weit her sein.

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Das Megaprojekt

„Eine Geschichte über eine Frau, die übers Heiraten die Nachnamen berühmter Künstler sammelt: So hieße sie z.B. H. Grass-Regener-Lindenberg-Ganz-Schimmelreiter usw. Alma Mahler-Gropius-Werfel-Kokoschka könnte als Vorbild dienen. Gegebenenfalls könnte man auch einen Mann nehmen, der via Heiraten dasselbe Ziel anstrebt.“

Dies schrieb ich schon 2011, woran mich heute Facebook erinnerte. Die Idee ist weiterhin gut, aber irgendwie peinlich, dass ich noch kein Stück vorwärtsgekommen bin.

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Geschichten über meine Geliebte

Seit über zwei Jahren ist meine Geliebte mir treu. Für meine Verhältnisse ein recht langer Zeitraum, und auch ich habe sie in diesen zwei Jahren kein einziges Mal betrogen. Dass dürfte an ersten Linie wohl an ihrem phänomenalem Aussehen liegen, denn mit dem Reden hat sie es nicht so. Besonders ihre formschönen Rundungen haben es mir angetan. Dass diese auf dem Boden aufsetzen, war freilich etwas gewohnheitsbedürftig, aber es ging dann doch recht schnell. Dazwischen liegt ein quasi perfektes Dreieck, das mit seiner schwarzroten Farbgebung die schönsten Erwartungen in mir weckt. Der tiefrote Farbton verspricht Feuer, Leidenschaft und Draufgängertum, während das Schwarze Treue bis in den Tod, aber gleichzeitig auch Freiheit und ein Quäntchen Anarchie verheißt. Letzteres mag widersprüchlich klingen, aber es geht hier um meine Assoziationen, und die verlaufen ganz selten gradlinig.

Der Kopf ist recht edel gebogen, die Nase gerade, vielleicht ein ganz klein wenig zu lang, der Mund ist fast gar nicht vorhanden, aber dafür sind die Augen ein Kapitel für sich. Das linke leuchtet besonders am Abend mit intensiven weißen Strahlen, während das rechte eher zusammengekniffen bleibt und bisweilen komische Klingelgeräusche von sich gibt. Ja, Sie haben richtig gelesen, das Auge klingelt bisweilen, besonders wenn Gefahr oder Hindernisse im Verzug sind. Wer kann sich mit so einem Auge brüsten außer meiner Geliebtin Erna?

Am schönsten ist es natürlich, wenn ich auf ihr reiten darf. Das tue ich fast täglich und oft stundenlang, denn sie sagt nie Nein und lässt alles mit sich geschehen. Der einzige Nachteil: Es muss unbedingt im Freien geschehen, aber sonst ist sie nicht weiter wählerisch. Ob auf offener Straße, im tiefsten Wald oder auf dem belebten Hauptplatz unseres kleinen Städtchens, überall darf ich sie besteigen. An diesem Punkt dürften meine meisten männlichen Leser vor Neid erblasst sein und würden mir meine Geliebte liebend gern ausspannen wollen. Da gab es übrigens schon einen Versuch, aber davon erzähle ich ein anderes Mal. Jetzt muss ich aber erstmal in den Keller zu meiner Erna. Sie will wieder ausgeführt und bestiegen werden. Liebste Erna, süßes Mountainbike, ich komme!