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Die Schatzsuche

Im Sommer dieses Jahres war für zwei Nächte ein Couchsurfer bei mir zu Gast. Ein polyglotter Franzose (!), ehmaliger Archäologe (eine starke Rückenkrankheit hatte ihn vom Dienst entfernt), Mitte 40, der mit dem Fahrrad, das er sich weitgehend selbst zusammengebaut hatte, von Budapest zurück nach Paris radelte (seinem Rücken ging es offensichtlich besser). Sein Weg führte über Kroatien, Slowenien und Italien, zurück nach Frankreich, also gute 5000 Kilometer, aber er hatte dafür auch drei Monate Zeit.

Ein netter Kerl, mit dem es viel zu erzählen gab, denn er hatte auf seinen Radtouren viele interessante Bekanntschaften gemacht. Doch besonders spitzten sich meine Ohren zu, als er mir erzählte, er hätte auf seiner Tour unterwegs verschiedene Schätze vergraben. Schätze sozusagen, denn er präzisierte, dass es sich dabei in der Regel um nützliche Utensilien für Radler handele. Also Schläuche, Radlichter, Klingen usw. Er gäbe nützliche Hinweise auf seiner Webseite zu den Fundorten und habe man erstmal einen Schatz gefunden, hätte man dann auch Anweisungen, um den nächsten aufzustöbern. Dass man/frau dabei gut 100 km mit dem Rad zurücklegen und genau dieselbe Tour wie mein Franzose zurücklegen müssen, versteht sich nebenbei.

Anfangs war ich ziemlich baff und konnte ein leichtes Lächeln kaum unterdrücken. Ich dachte bei mir: Was Dümmeres kann man sich wohl kaum ausdenken. Doch mit der Zeit änderte sich mein Urteil: Schatzsuchen haben seit schon immer die Menschen in den Bann gezogen, doch hier handelt es sich – wenn überhaupt – nur um sehr kleine Schätze.

Egal: In unserer heutigen Gesellschaft wo alles Tun nur auf Profitabiltät, auf Nutzen und Effizienz abgestellt ist, bekommt eine derart unnütze Handlung einen besonderen Reiz. Ich werde es den Schatzsuchern auch etwas leichter machen. Außer den hier veröffentlichten Bildern von den abgebildeten Schätze werden auch die Fundorte – vorerst in einem Radius von max. 50 km Radius von Triest entfernt sein, denn weiter schaffe ich es auf meine Rad bei einer Tagestour kaum (ich muss ja auch wieder zurück) – auf Fotos dargestelt. Dazu gibt es noch eine kleine Beschreibung.
Und auch wenn es sich bei diesem Anfang noch um keine großen Schätze handeln wird, bin ich noch für die eine oder andere Überraschung gut. Hoffe ich zumindest. Also worauf wartet Ihr noch?
Die ersten beiden Schätze sind zu finden!

Fast vergaß ich: das verlassene Haus befindet sich am Ortseingang von Ankaran (von welcher Seite verrate ich nicht, aber das Haus ist kaum zu übersehen). Und seid Ihr dort, müsst Ihr unter den großen Steinen gucken.

Das Loch in der Mauer ist in diesem Fall in Portroroz auf dem Radweg D8, dort, wo er zum alten Eisenbahntunnel führt.