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Reißaus vor dem Sturm

Während am 4. Oktober das Schicksal der italienischen Regierung und vermutlich auch des Landes entschieden wird – denn sollte die Regierung aufgrund der Sabotage seitens der PDL, der Partei der Freiheit, der es einzig und allein um die Freiheit ihres großen Bosses Silvio Berlusconi geht, stürzen, ist der Niedergang Italiens kaum noch aufzuhalten, also während all dies am 4. Oktober hier in Italien über die Bühe geht, macht sich der kleine Boss – sprich meine Wenigkeit – aus dem Staube und wird in Dubrovnik weilen, um eine Reisegruppe zu begleiten, für die er den Aufenthalt und verschiedene Ausflüge nach Montenegro, Mostar und auf die Halbinsel Peljesac – bekannt für ihre guten Rotweine – organisiert hat. Er ist gespannt, was derweilen in seiner Wahlheimat passieren wird, auch wenn ihm die Regierungskrisen, das andauernde und nur noch lächerliche Spektakel der italienischen Parteipolitiker, die immer nur ihr eigenes Süppchen kochen, schon längst zum Halse heraushängt. Dass seine Abwesenheit von keinem einzigen der Akteure auf der italienschen Politbühne vermisst wird, versteht sich von selbst. Es beruhigt ihn dabei, dass auch die anderen 59 Millionen und 998 Tausend Italiener hier nur als passive Zuschauer agieren, die freilich am Ende für die gewaltigen Kosten dieses Trauerspiels zahlen werden. Doch womit: denn ihre Taschen sind eh schon gähnend leer.

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