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Beppe Grillo – der neue Mussolini? Zumindest laut Spiegel

Italiens Wahlsieger Grillo: Der gefährlichste Mann Europas

Eine Kolumne von Jan Fleischhauer

Auch in Deutschland gilt Beppe Grillo als Hoffnung. Dabei ist sein radikaler Antiparlamentarismus im Kern antidemokratisch. Der britische Journalist Nicholas Farrell sieht sogar Parallelen zu Benito Mussolini.

Siehe ausführlich: http://www.spiegel.de/politik/ausland/italiens-wahlsieger-grillo-der-gefaehrlichste-mann-europas-a-888851.html

So laut der Kolumne von Jan Fleischhauer aus dem Spiegel online vom 14.3.2013. Für mich sind diese Ängste zurzeit unbegründet, denn die politische Ethik und Moral ist in Italien in den letzten 20 Jahren vollkommen auf den Hund gekommen. Nicht dass sie früher Glanzzeiten erlebt hätte, ja sogar schon Machiavelli dozierte, dass die Politik alle Mittel rechtfertige. Doch er hatte zumindest hehre Ziele im Auge, nämlich die Einigung des in zahllosen Kleinsstaaten zersplitterten Italiens. Während die Politikkaste der letzten zwei Dekaden nur eins vor Augen hatte: Sich selbst zu bereichern. Schlimmer konnte es eigentlich nicht mehr kommen.

Daher ist eine Erscheinung wie Grillo  erstmal eine unglaubliche Bereicherung für die italienische Politik und Gesellschaft. Die in Scharen ins Parlament eingezogenen Grillini unterscheiden sich von den alten Politkern wie der Weizen von der Spreu. Ihr Programm ist in den meisten Punkten zu unterschreiben und wurde bislang auch demokratisch diskutiert und abgestimmt. Daher sollte man ihnen jetzt den notwendigen Kredit einräumen. Und gegenwärtig kann ich mir kaum vorstellen, dass sie eine wie auch immer geartete diktatorische Ausrichtung unterstützen könnten.

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