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Hunde als Drogenkuriere – Alles schon mal dagewesen

„Gemetzel von Hunden, die als Drogenkuriere dienten. 75 Verhaftungen in Mailand.“  So die Überschrift in der italienischen Tageszeitung vom 19. März 2013. Sodann der Artikel: „Mit großwüchsigen Hunden wurde ein lebhafter Kokainschmuggel in Italien betrieben. Dank chirurgischer Eingriffe wurden das Kokain in den Hunden versteckt, die bei der Ankunft an ihr Ziel getötet wurden, um an die Drogen zu kommen. In Mailand wurden 78 Haftbefehle an 57 Voll- und 18 Minderjährige erlassen, die fast ausschießlich aus Lateinamerika kommen… Für die Kurierdienste wurden vor allem San Bernardiner, deutsche Dogge, Bordeauxdogge, Mastino Napolitano und Labrador gebraucht. Einmal eingetroffen, wurden die Hunde aufgeschnitten und aus ihren Därmen 1,250 kg reines Kokain geholt. Bevor das Kokain in die Därme der Hunde getan wurde, wurde es in eine Zellophanhülle verpackt, danach mit Kohlepapier umwickelt,um es gegen Röntgenstrahlen zu schützen. Dann wiederum in Zellophan und noch mit schwarzen Klebestreifen umklebt als weitere Schutzmaßnahme gegen Röntgenstrahlen. Die Polizei schätzt, dass circa 48 Reisen auf diese Art durchgeführt wurden und ein einziger Hund  mit dem Leben davongekommen sei.“

Vor etwa 180 Jahren wurde diese Schmuggelei auch schon praktiziert, wie wir aus den Tagebuchnotizen von Friedrich Hebbel vom 15. Dezember  1836 entnehmen können. Freilich in wesentlich größerem Stil, aber nicht ganz so grausam.

Französische Smuggelei

Der Smuggelhandel an der Nordgrenze wird hauptsächlich durch Hunde betrieben, welche nach Belgien gebracht und dann mit Waren bepackt zurückgeschickt werden. Um dies zu beschränken, hat der Finanzminister auf die Hunde von starker Rasse für die Landgrenze zwischen Dünkirchen und Les Rousses einen Ausfuhrzoll von fünf Franken für den Kopf gelegt. Die Zahl der zu solchen Zwecken benutzten Hunde beläuft sich auf 5-600 000, und die Dounaniers vermögen unter 100 kaum eines sich zu bemächtigen. Jeder trägt 5 bis 6 Pfund. 400000 mit Tabak beladene Hunde machen dem Staatsschatz einen Verlust von fünf bis sechs Millionen Franken. Die Dressur besteht darin, daß die Hunde in Frankreich gut behandelt, in Belgien gemißhandelt und, um sie gegen die Dounaniers scheu zu machen, von Zeit zu Zeit ebenfalls in Belgien durch einen in deren Uniform gekleideten Mann durchgepeitscht werden. Sind sie in Belgien ausgehungert, so befrachtet man sie und läßt sie nachts los, wo sie dann in größter Eil‘ nach Frankreich zurückkehren. Von Frankreich nach Belgien wurden sie bisher angebunden bei Tage durch die Herren geführt.

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